Unser Liebling: Die 50-30-20 Budgetregel

 
Photo by  Kat Yukawa  on  Unsplash

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50-30-20 - Eine super Budgetierungsregel

Elizabeth Warren, Harvard Professorin für Vertragsrecht, Insolvenzrecht und Wirtschaftsrecht (sowie US Senatorin) und ihre Tochter Amelia Warren Tyagi haben das Buch “All Your Worth: The Ultimate Lifetime Money Plan” herausgegeben. In diesem haben sie unter anderem die 50 - 30 - 20 Regel erklärt - und diese ist seither der “Gold Standard” der Budgetierungsregeln.

Was hat es mit der 50 - 30 - 20 Regel auf sich?

Dieses Konzept stellt eine einfache Herangehensweise dar, um Dein Budget zu organisieren. Jetzt aber erst einmal Schritt für Schritt - wie funktioniert das

  1. Nettoeinkommen ermitteln

  2. Deine Ausgaben (-belege) sammeln

  3. Deine Ausgaben kategorisieren

  4. Sie analysieren

  5. Deine Ausgaben anpassen

  6. Langfristig denken und handeln - mach Dir einen Plan.


Nettoeinkommen ermitteln: Als erstes musst du wissen, wie hoch Dein Nettoeinkommen ausfällt (Dein Einkommen nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben). Wenn du Angestellte bist, ist dieses Dein Einkommen, welches monatlich Deinem Konto gutgeschrieben wird. Bei Selbstständigen ist es das Einkommen nach allen Abzügen und Steuern.

Deine Ausgaben(-belege) sammeln: Als zweites solltest du alle Deine Ausgaben aufführen, entweder mittels eines Haushaltsbuches oder einer App (z.B. Money Control).

Deine Ausgaben kategorisieren: Nachdem du alle Deine Ausgaben inventorisiert hast, kannst diese in drei Kategorien einteilen

  1. Fixe Lebenshaltungskosten: Hierzu gehört Deine Miete, Lebensmittel, Versicherungen, etc.  - also alle überlebensnotwendigen Ausgaben

  2. Lifestyle-Kosten: Hierunter fallen Deine Ausgaben für die schönen Dinge des Lebens wie Restaurantbesuche, Reisen etc. (kurzum: Unterhaltung und Genuss)

  3. Sparen: hierzu gehören alle Sparbeträge, Einzahlungen in eine Rentenversicherung oder ein Bausparvertrag - also alle Zahlungen, die mit einem Sparprodukt verbunden sind

Deine Ausgaben analysieren: Nach der Kategorisierung Deiner Ausgaben, solltest du jetzt überprüfen, ob du Dein Geld entsprechend dieses Konzepts ausgibst. Die 50 - 30 - 20 besagt, dass du:

  • 50% von deinem Nettoeinkommen für deine fixen Lebenshaltungskosten ausgeben solltest

  • 30% von deinem Nettoeinkommen für Lifestyle-Kosten aufgewendet werden dürfen

  • und last but not least, 20% von deinem Nettoeinkommen gespart werden sollen.


Deine Ausgaben anpassen: Identifiziere, wo du Deine Ausgaben limitieren solltest. Stell Dir vor, 50% Deines Nettoeinkommens gibst du für Lifestyle-Kosten aus. Du sparst 0%. In diesem Fall solltest du Dir überlegen, wie du Geld sparen kannst- etwa weniger oft im Restaurant essen? Idealerweise zahlst du von den gesparten 20% erst einmal Schulden ab, baust dann einen Notgroschen auf von drei Nettomonatseinkommen.

Langfristig denken und handeln - mach Dir einen Plan: Wenn du die 50 - 30 - 20 Regel anwendest und dank Deines Sparverhalten Deine Schulden abbezahlt und einen Notgroschen aufgebaut hast, geht es an Deine Lebensziele. Du solltest Dir einen langfristigen Plan aufstellen, wie du diese - etwa einen Hauskauf - realisieren kannst.

Fazit:

Die 50 - 30 - 20 Regel ist ein großartiges Tool, um Deine Ausgaben besser im Griff zu haben. Mittels dieses Konzepts wird es Dir leicht fallen, Einsparungspotential zu identifizieren, dieses in die Tat umzusetzen - und Deinen langfristigen Zielen ein Stück näher zukommen.


Autorin: Clara Creitz
Gründerin von Finelles. Coach und Beraterin (PwC, UBS, Towers Watson). 

 

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