Vermögenslücke? Gemeinsam packen wir es an!

 
Photo by  rawpixel  on  Unsplash

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Ein Thema, welches uns bei Finelles besonders am Herzen liegt, ist die Vermögenslücke. Um genauer zu sein, die Vermögenslücke von Frauen zu überwinden. Warum ist das ein Thema? Allein in Deutschland verfügen Frauen über 28% weniger Vermögen als Männer.

Wir bei Finelles sind Optimisten. Und Pragmatiker. Das basiert auf unserer persönlichen Erfahrung. Wir sind nicht perfekt, wir denken nicht, dass wir alle Lösungen parat haben. Wir sind jedoch davon überzeugt, dass es uns allen gelingt, die Vermögenslücke mittels der eigenen Weiterbildung in Sachen Finanzwissen ein Stück weit zu überwinden. Langsam, stetig. Schritt für Schritt.

Zu Beginn meiner Karriere habe ich immer wieder gehört, dass es keine "Probleme" gibt - nur "Herausforderungen". Was für ein Klischee, oder? Mittlerweile finde ich dieses Konzept überzeugend. Denn: eine "Herausforderung" ist etwas Positives - immerhin kann sie überwunden werden. Sie kann in mehrere Komponenten herunter gebrochen werden. Dieser Ansatz hilft mir immer. Also, lass uns das Thema Vermögenslücke näher betrachten. 

DIE FORMEL:

Weibliche Vermögenslücke: Gender Pay Gap + Karrierepause + flexible Anstellungsverhältnisse + Lebenserwartung + Risikotoleranz.

WAS HEISST DAS GENAU?

  1. Gender Pay Gap – In Deutschland beträgt das geschlechtsspezifische Lohngefälle etwa 21%. Ähnlich verhält es sich in Nachbarländern wie Österreich oder der Schweiz. Warum verdienen Frauen weniger als Männer? Eine Reihe von strukturellen Faktoren spielt eine Rolle; Frauen arbeiten u.a. mehr in Teilzeit, kümmern sich um Kinder und ältere Angehörige, arbeiten in weniger lukrativen Berufszweigen, haben weniger Führungsrollen inne ...

  2. Karrierepause Um bsp. Kinder aufzuziehen, legen Frauen in Deutschland im Durchschnitt eine fünfjährige Karrierepause ein. Das wirkt sich auf ihre Fähigkeit aus, Geld zu verdienen, für später in die gesetzliche oder betriebliche Rentenversicherung einzuzahlen, die Karriereleiter zu erklimmen ...

  3. Flexible Anstellungsverhältnisse – Mehr Frauen als Männer arbeiten in Teilzeit (beispielsweise, zu 50% oder 75%), in sogenannten „Mini-Jobs“ (zum Monatslohn von EUR 450), oder etwa freiberuflich. All das trägt zum Gender Pay Gap bei.

  4. Lebenserwartung – Frauen leben länger. In Deutschland werden Frauen durchschnittlich z.B. 88 Jahre alt, ihre männlichen Pendants z.B. 83 Jahre. Hier kommt die Rentenlücke zum Tragen. Laut dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung (WSI), beträgt die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen ungefähr 57%. Solltest du dem deutschen Durchschnitt entsprechen, hast du somit später Anspruch auf eine monatliche Rente von ca. EUR 618 (Männer: EUR 1.037).

  5. Risikotoleranz - Frauen investieren oft nicht, sondern sparen – somit erhalten sie eine viel geringere Rendite auf ihr Geld (und sie verlieren im aktuellen Niedrigzinsumfeld sogar noch welches, wenn man die Inflation berücksichtigt). Unsere eigene Umfrage im Dezember 2017 hat genau das bestätigt: 22% unserer Befragten gaben an, überhaupt nicht zu investieren; 34% investieren zwischen 1 und 10% ihrer Ersparnisse ... hier kann noch einiges besser laufen. 

Wie eingangs gesagt, Clara und ich sind Pragmatikerinnen und Optimistinnen. Wir sind überzeugt: es gibt Lösungen! Du hast gerade den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht, indem du Dich mit dem Thema Vermögenslücke überhaupt beschäftigt hast. Kannte ich dieses Konzept vor einem Jahr im Detail? Nein - aber jetzt. Und Du auch. Und es gibt viele Tools und Wege, um die Vermögenslücke zu überwinden. 

LÖSUNGEN – EIN PAAR VORSCHLÄGE:

  • Lerne, Dein Gehalt zu verhandeln - damit du nicht mehr weniger verdienst, obwohl du alle relevanten Qualifikationen aufweist; bestehe auf einer Beförderung; oder wechsele den Job, wenn du so mehr verdienen kannst

  • Schwäche die Folgen einer Karrierepause ab – bleibe etwa mit Deinem professionellen Netzwerk in Kontakt, melde Dich für Online-Kurse an, um neue berufliche Fähigkeiten zu erwerben (Stichwort: agiles Arbeiten, soziale Medien, ...)

  • Handle die Bedingungen Deiner flexiblen Arbeitsvereinbarung neu aus – indem du etwa Deinen wöchentlichen Stundensatz erhöhst, Dich mit dem Chef auf „remote work“ einigst, nicht-monetäre Leistungen oder zusätzliche Rentenbeiträge vereinbarst

  • Mach Dich zum Thema Rentenlücke schlau: wie du diese am besten überwinden kannst; im ersten Schritt berechnest du Deine persönliche Rentenlücke, im zweiten Schritt beginnst du, diese durch private Investitionen nach und nach zu schließen

  • Mach Dich mit den Grundlagen des Investierens vertraut, damit du von nun an von den positiven Effekten profitieren kannst; kurz gesagt: lass Dein Geld für Dich arbeiten.

Finelles steht für Lösungen. Es steht dafür, ein Thema zu verstehen und Dir dann die Tools anzueignen, um es in den Griff zu bekommen.

Genauso haben wir auch losgelegt. Du kannst das. Wir helfen Dir gerne dabei.


Autorin: Caroline-Lucie Ulbrich
Gründerin von Finelles. Coach und Organisationsberaterin (EZB, Deutsche Bank and UBS). 

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