Nettovermögen - Dein echtes Vermögen

 
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Nettovermögen – warum muss ich das Konzept kennen?

Wenn ich drei grundlegende Konzepte des persönlichen Finanzmanagements auswählen müßte, wären es diese:

  1. Die 50 – 30 – 20 Budgetierungs-Regel

  2. Notgroschen

  3. Nettovermögen

Wir haben die Konzepte 1 und 2 bereits in der Wissenslounge besprochen, also lasst uns über Nr. 3 reden … das Nettovermögen!

Netto - wovon?

Nettovermögen klingt faszinierend, nicht wahr? Zuerst einmal das "Netto". Was bedeutet das? Sprechen wir über Netto vor Steuern? Das wäre meine erste Assoziation gewesen, bevor ich von dem Konzept des Nettovermögens gehört hatte. Und "Vermögen" - bezieht sich das auf "Eigenvermögen"? So viele Fragen… 

Das Nettovermögen bezieht sich auf das, was du tatsächlich besitzt – Dein Vermögen, nachdem du alles, was du schuldest, subtrahiert hast (was du einer anderen Person, die Bank, einer Versicherungsgesellschaft schuldest...).

Die Formel lautet: Nettovermögen = Dein Vermögen abzüglich Deiner Verbindlichkeiten.

Unter Deine Vermögenswerte fallen:

  • Immobilien

  • Bargeld

  • Dein Investmentdepot (die Werte hierin)

  • Ein PKW

  • Versicherungen

  • Ersparnisse für die Rente.

Und nun zu den Verbindlichkeiten, diese könnten sein:

  • Ein Kredit für ein Haus / eine Wohnung

  • Kreditkartenschulden

  • Studienkredit

  • Weitere Konsumentenkredite, die du hast.

 
BEHALTE DEN ÜBERBLICK :-)

Das Konzept des Vermögens ist eines der Grundlagenkonzepte des persönlichen Finanzmanagements. Es dient als Strukturierungsmechanismus - oder zumindest denke ich mir das so (schön). Warum? Wir Menschen neigen dazu, Puzzlestücke zu vergessen. Auf den Bereich der persönlichen Finanzen angewendet, könnte es sein, dass du bsp. Deine Ersparnisse für die Rente vergessen hast. Mir entfällt beispielsweise manchmal, dass ich eine kleine Summe Schweizer Franken auf einem Bankkonto habe – Rentenansprüche, die ich während sechs Monaten Berufstätigkeit in Zürich auf einem Freizügigkeitskonto angespart habe.

Durch eine gründliche Bestandsaufnahme aller Deiner Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (und zwar eine Kategorie nach der anderen, damit du nichts vergisst), erhältst du einen Überblick über Dein aktuelles und vor allem tatsächliches Vermögen.

Beachte, dass Dein Nettovermögen negativ sein könnte. Dies geschieht, wenn du mehr Schulden hast (mehr Verbindlichkeiten) als Besitz (= Deine Vermögenswerte).

Wenn das der Fall ist und du im ersten Moment geschockt bist von dieser plötzlichen Offenbarung, dann ist das nicht schlimm. Du kannst Deine Schulden begleichen (z. B. indem du die Kreditkartenschulden und die Studentendarlehen und die Konsumentenkredite zügig und diszipliniert abbezahlst). Das ist entscheidend.
Das ultimative Ziel ist es, Dein Nettovermögen zu erhöhen. Der Weg dorthin: sei Dein eigener, sehr effektiver Geldmanager. Das Nettovermögen ist für Dich von zentraler Bedeutung und wird Dich Dein ganzes Leben lang begleiten. Es ist ein Leitfaden.


Autorin: Caroline-Lucie Ulbrich
Gründerin von Finelles. Coach und Organisationsberaterin (EZB, Deutsche Bank und UBS). 

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