Weil Du es wert bist

 
Photo by  Jimmy Chang  on  Unsplash

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"Weil Sie es wert sind" – suggeriert L'Oréal, die französische Kosmetikmarke, Frauen verschiedenster Hintergründe. Finelles ist nicht eine Kosmetikmarke, aber ich glaube, dass L'Oréal und Finelles etwas gemeinsam haben: Wir wollen unsere Community Mitglieder ermutigen, das einzufordern, was ihnen zusteht und gehört ... und in Gesellschaften, in denen Wert durch Geld ausgedrückt wird, ist das ... Geld.

Geld kann verschiedene Formen annehmen: ein angemessenes Gehalt, Rendite aus einer personalisierten Anlagestrategie oder Einnahmen von einem Buch, das Du im Eigenverlag bei Amazon veröffentlicht hast. Geld ist nicht der Feind, es ist eine Ressource, die wir kontrollieren. Werde kreativ mit Deinem Geld! Geld ist da, um für Dich zu sorgen - der Notgroschen, der Dir ein Gefühl der Geborgenheit gibt damals als Kind Deine Lieblingsdecke ("Ah - ich kann mich zurücklehnen und meine Freizeit genießen - ich habe Vorkehrungen getroffen für schlechte Zeiten). Geld ist da, um für Dich zu arbeiten - so dass du genügend Vermögen für den Ruhestand angesammelt hast und keine Altersarmut fürchten musst. Geld sollte Dich nicht stressen - es ist eine Ressource, die auf intelligente und effiziente Weise gemanagt werden kann. Niemand sagt, dass Du eine besonders aktive und aggressive Investorin wie die im „The Wolf of Wall Street“ porträtierten Trader werden sollst. Mach Dich lediglich mit den Grundlagen des persönlichen Finanzmanagements und der Investitionen vertraut - und Du wirst Dich verbessern (und weniger gestresst sein - das verspreche ich!).

Für viele Menschen sind Geld und Selbstwertgefühl miteinander verbunden. Männer und Frauen sind hier gleich. Wenn du ein angemessenes Gehalt erhältst, fühlst du Dich fair behandelt. Zum Glück haben die Politiker in Deutschland das verstanden: Seit Januar 2018 haben Mitarbeiter von KMU und Großunternehmen das Recht zu erfahren, was Kolleginnen in ähnlicher Position verdienen. Vorbei sind die Tage der unterdrückten Konversationen in der Kaffee-Ecke ("Ich bin sicher, sie verdient X% mehr als ich!"). Mein Tipp: Wenn du vor der nächsten beruflichen Aufgabe (oder eines neuen Jobs) sicherstellen willst, dass Du korrekt entlohnt wirst, beiße in den sauren Apfel und zahle für einen Gehaltsbenchmarking-Bericht (z.B. ausgestellt von www.personalmarkt.de) oder schau bei Glassdoor mal vorbei. Solche Benchmarks vergleichen Dein Profil mit dem von Hunderten anderer in Deiner Branche, die über Deine Expertise und Erfahrung verfügen. Es kann schockierend sein, dass du 25% unter dem Branchen- und Rollendurchschnitt verdienst - aber dieses herauszufinden, ist der erste Schritt in die richtige Richtung - zum Beispiel in Richtung erneute Gehaltsverhandlung.

Und wie wir wissen, sind die 25% nicht weit von der Realität entfernt - Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 21% weniger als ihre männlichen Kollegen.

"Weil Du es wert bist" ist auch ein Aufruf zum Handeln. Denn Du musst Deinen eigenen Wert erkennen und dann entsprechende Ansprüche stellen. Leider hilft es nicht, ein netter Mensch zu sein und zu hoffen, dass andere Deine Beiträge erkennen und Dir dann ein höheres Gehalt zahlen. Du musst das selber einfordern - und eine gesunde Beziehung zu Deinen persönlichen Finanzen und Investitionen wird Dir helfen, Dich selbstsicherer machen.


Autorin: Caroline-Lucie Ulbrich
Gründerin von Finelles. Coach und Consultant (EZB, Deutsche Bank und UBS).  

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